Kalte Schnauze – Hundeblog

Heidewitzka! Für ein Wochenende ging es mit Eltern und Cabo in die Lüneburger Heide. Genauer gesagt waren wir in Hermannburg-Weesen am Westrand des Naturparks Südheide. Eine Freundin meiner Eltern hatte uns zu ihrem 60. Geburtstag eingeladen, den sie im Heidehotel „Gut Landliebe“ feierte. Ich durfte den Abend mit der Kamera begleiten.

Hunde und Pferde willkommen: Das Heidehotel „Gut Landliebe“

Das Heidehotel „Gut Landliebe“ gefiel mir auf Anhieb. Ist es doch kein typisches Hotel, sondern wie der Name schon sagt ein Gut, auf dem mehrere im traditionellen Fachwerkstil erbaute Landhäuser stehen. Die Gäste haben die Wahl zwischen Appartements, Einzel- und Doppelzimmern und sogar Ferienhäusern. Hunde und Pferde sind willkommen.

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Das Heidehotel „Gut Landliebe“ in Hermannsburg-Weesen.

Im sogenannten Gästehaus bezog ich mit Cabo ein Einzelzimmer. Meine Eltern wohnten einen Flur weiter in einem Doppelzimmer. Die im Landhausstil eingerichteten Zimmer gefielen mir gut. Ich fühlte mich sofort wohl. Das Badezimmer war klein, aber fein, und von meinem Zimmer konnte ich direkt auf den Reitplatz des Heidehotels sehen.

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Mein Einzelzimmer, das ich mit Cabo für zwei Nächte bewohnt habe.

Wer jetzt für seinen Hund Extra-Näpfe, ein Willkommens-Leckerli oder gar eine Schlafgelegenheit erwartet, der wird enttäuscht. Mir ist das nicht wichtig, weil ich für Cabo sowieso immer alles dabei habe. Hauptsache der Hund darf bei mir sein und mit mir Urlaub machen.

Die Anmeldung an der Rezeption verlief problemlos, das Personal war freundlich und vor allem während der Geburtstagsfeier auf Zack. Insgesamt war das Heidehotel „Gut Landliebe“ gepflegt, hier und da gab es etwas zu verbessern. Es war aber nichts, was den kurzen Aufenthalt getrübt hätte.

Wandern von Hermannsburg durch die Misselhorner Heide

Wenn ich schon mal in der Lüneburger Heide war, wollte ich auch etwas von der Landschaft sehen. Das ging für mich am besten bei einer Wanderung. So suchte ich mir im Vorfeld unseres Kurztrips bei Outdooractive den Rundweg „Heidewanderung ins Tiefental bei Hermannsburg“ aus. Er ist fußläufig vom Hotel zu erreichen und führt durch die Misselhorner Heide im Naturpark Südheide.

Vom Hotel in Hermannsburg-Weesen gingen wir los. Dort ist auch gleichzeitig der Startpunkt der 12. Etappe des Heidschnuckenwegs. Ein kurzes Stück folgten wir diesem und entschieden uns dafür, entgegen des Uhrzeigersinns zu gehen und die Misselhorner Heide für den Schluss aufzuheben.

Leider war das ein Fehler, den ich später bereute. Da meine Entourage gesundheitlich etwas angeschlagen war, kürzten wir nicht nur das Stück durch Hermannsburg ab, sondern auch einen nicht ganz unerheblichen Teil durch das Naturschutzgebiet „Heideflächen Mittleres Lüßplateau“. Hätte ich gewusst, dass meine Eltern schlapp machen, hätte ich sofort vom Hotel den Heidschnuckenweg Richtung Misselhorner Heide eingeschlagen. Na ja: Hinterher weiß man immer mehr.

Unterwegs auf dem Heidepanoramaweg W10

Nichtdestotrotz waren die rund zehn Kilometer sehr abwechslungsreich. Wir gingen zunächst viel auf asphaltierten Wegen, vorbei am Misselhorner Hof und dem Reit- und Fahrverein Hermannsburg-Bergen, durch einen Wald und dann Richtung Heide. Anderen Wanderern sind wir so gut wie gar nicht begegnet. So konnten wir der Polizei auch nicht weiterhelfen, die mit einem Streifenwagen nach zwei Personen suchten, die einen weißen Audi A3 fuhren und einen Hund bei sich hatten. Keine Ahnung, was die 3 verbrochen hatten.

In den Heideflächen des Mittleren Lüßplateaus angekommen, ließ ich die wunderbare Landschaft ausgiebig auf mich wirken. Am Parkplatz an der Eicksberg Schutzhütte fand ich eine Infotafel über den Heidepanoramaweg W10, auf dem wir uns nun befanden. Der 7,5 Kilometer lange und als Rundweg konzipierte Weg hält zehn Stationen für den Wanderer bereit. Dort erfährt er alles über die Geschichte der alten Kulturlandschaft sowie Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt. Jetzt ärgerte ich mich noch mehr, nicht vernünftig im Vorfeld recherchiert und erst den Bogen über Hermannsburg gegangen zu sein. Die 7,5 Kilometer plus Zugweg vom Hotel zum Heidepanoramaweg hätten meine Eltern locker geschafft.

Das „Grüße-Buch“ von der Eicksberg Hütte

Immerhin nahm ich die Möglichkeit wahr, mich in dem kleinen Büchlein zu verewigen, das für Besucher an der Eicksberg Hütte hinterlegt ist. Ich versprach, nochmals wiederzukommen. Dann mit besserem Durchblick für die angebotenen Wanderwege.

Nach einer kurzen Rast machten wir uns auf den Nachhauseweg. Obwohl wir die Misselhorner Heide nur am Rande streiften, konnte ich mir einen sehr guten ersten Eindruck von der Südheide verschaffen.

Fazit

Ein Wochenende ist definitiv zu kurz, um sich angemessen mit der Schönheit der Lüneburger Heide und den vielen sehenswerten Orten zu befassen. Ich war trotzdem froh, dass ich durch den runden Geburtstag die Möglichkeit hatte, Heideluft zu schnuppern.

Der Plan ist, im Sommer wiederzukommen. Dann für zwei Wochen und nicht für zwei Tage. Die Entourage wird eine andere sein, die Unterkunft auch. Mehr dazu, wenn es soweit ist.

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9 CommentsLeave a comment

  • Ja, die Lüneburger Heide steht auch noch auf meinem Plan. Irgendwie muss man mal dagewesen sein… 😉

    Sonst sieht doch dieser Kurztripp alles in allem sehr ansprechend aus und wer weiß, vielleicht saß der Hund des gesuchten Audi A3s am Steuer… lach

    LG Andrea und Linda

  • Sehnsucht, das ist auch so ein Ziel für den Spätsommer, das ich im Auge behalten möchte.

    Hast du gut gemacht, mich daran zu erinnern 😉

    Liebe Grüße an Dich und Cabo
    Elke + Spike

  • Ach ja, die Lüneburger Heide. Da möchte ich auch einmal wieder hin. Abgesehen von der schönen Landschaft finde ich es besonders schön, dass sich auf den Wanderwegen die Steigungen sehr in Grenzen halten … 😉 … na ja, ist aber die Wahrheit!!
    Viele Grüße
    Martina, Dayo und Suri

  • Hallo Silvana,
    die Heide steht auch schon lange auf meiner Liste, ich wohne ja nicht weit weg. Wenn ich allerdings bei Leuten, die aus der Gegend kommen nachfrage, ob es da etwas Sehenswertes gibt, ernte ich eher nur Schulterzucken… „da gibt es doch nichts, ein Tag zur Heideblüte reicht…“. Aber genau das macht mich neugierig. Und scheinbar gibt es doch mehr zu entdecken, wie dein Bericht zeigt.

    Liebe Grüße von Andrea

    • Das kann ich nicht verstehen, Andrea, was die Leute da sagen. Aber wahrscheinlich verliert man als Einheimischer den Blick für die Schönheit der Heimat bzw. wenn man sie immer hat, sieht man sie irgendwann nicht mehr.

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