Kalte Schnauze – Hundeblog

Camping mit Hund im Zelt: Tricks und Kniffe

Im ersten Teil meiner Serie „Camping mit Hund im Zelt“ habe ich euch erzählt, worauf ihr meiner Meinung nach achten solltet, wenn ihr mit eurem Vierbeiner zelten wollt. Im zweiten Teil verrate ich euch, welche Tricks und Kniffe es für mich gibt und lasse euch an meinen Erfahrungen beim Camping mit Hund teilhaben. Los geht’s:

Welche Tricks und Kniffe gibt’s für mich beim Camping mit Hund?

Da ich Cabo barfe, also mit rohem Fleisch, Knochen, Knorpeln und püriertem Gemüse füttere, das aber beim Camping mit Zelt für mich nicht möglich ist, brauche ich eine Alternative. In meiner Kühlbox habe ich leider keine Möglichkeit und zu wenig Platz, 5 Kilo Frostfleisch einzufrieren und über mehrere Tage aufzubewahren. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist mir das Hantieren mit dem rohen Fleisch beim Camping einfach zu unpraktisch. Daher greife ich für Cabo im Camping-Urlaub gerne auf Trockenfutter zurück. Das ist die sauberste und einfachste Lösung. Zudem nimmt der 5-Kilo-Futtersack kaum Platz in meinem Auto und später im Zelt weg.

Ich bin bei der Fütterung im Urlaub jahrelang sehr gut mit Platinum „Lamb and Rice“ gefahren, dass aus 70% Fleisch und wertvollen Zutaten besteht. Warum auch immer, hat mein Hund jetzt entschieden, gegen Platinum allergisch zu sein. Sobald ich es ihm füttere, muss er sich permanent kratzen. Ich bin darüber sehr traurig, weil ich wirklich immer total zufrieden mit dem Platinum-Trockenfutter war und Cabo es auch sehr gerne isst und in der Vergangenheit gut vertragen hat. 🙁

Trockenfutter oder Nassfutter?

Lange habe ich nach einem alternativen Trockenfutter gesucht. Was für mich infrage käme, wäre Wolfsblut. Entschieden habe ich mich letzten Endes für das Nassfutter von Fleischeslust. Da mein Barf-Lieferant des Vertrauens das Produkt jetzt auch in sein Programm aufgenommen hat, und es als Alternative zum Frostfleisch im Urlaub verkauft, und eine Freundin von mir ebenfalls überzeugt von Fleischeslust ist, werde ich das Nassfutter im Kunstdarm jetzt auch mal im Camping-Urlaub testen. Für Cabo habe ich die getreidefreien Sorten „Rindermenü mit Pansen“ und „Zartes Rind mit Karotten“ ausgewählt. Der Fleischanteil liegt zwischen 80 und 100%. Es ist ohne Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe und bei Raumtemperatur und trockener Lagerung 9 Monate haltbar. Cabo schmeckt es zumindest sehr gut und er verträgt es auch. Preislich liege ich für 14 x 400 Gramm bei circa. 34 Euro.

Mal sehen, ob ich meine Wahl für Nassfutter in der Camping-Praxis bereue. Denn so sauber zu dosieren wie Trockenfutter ist es nicht. Zumindest lassen sich die Fleischeslust-Würste gut im Auto verstauen und nehmen nicht mehr Platz weg als der 5-Kilo-Platinum-Sack. Da es nicht in Dosen, sondern im Kunstdarm verpackt ist, hält sich der Abfall auch in Grenzen. Das ist mir wichtig.

Biothane – mein persönlicher Allrounder beim Camping und Wandern

Gekauft habe ich Cabo ein Biothane-Halsband sowie eine -Leine in lindgrün vor allem wegen der Wasserfestigkeit, aber auch, weil ich beides leicht abwaschen kann. Beim Camping und Wandern finde ich das wichtig. Da hängt die Leine viel auf dem Boden, wenn ich Cabo neben meinem Zelt befestige. Wenn sie dreckig wird, ist mir das egal. Bei einer Lederleine, wäre mir das nicht. Weil sich die Leine schnell mit einem Lappen abwischen lässt, bekomme ich auch keine schmutzigen Hände.

Gleiches gilt bei der Wanderung. Wenn die Leine mir mal aus den Fingern gleitet und in den Moder fällt oder ich sie bei einer Rast unglücklich irgendwo festmache, ist sie mit einem feuchten Reinigungstuch oder im Wasser (falls vorhanden) leicht abzuwaschen. Eigentlich ist lindgrün keine Farbe für einen Hund, der seine Zeit viel mit dem Menschen draußen verbringen darf. Ich hätte mir Halsband und Leine auch nicht in der Farbe gekauft, wenn sich das Material nicht so gut sauber halten ließe.

Ich campe nie ohne Bodenanker 

Da auf Campingplätzen meistens Leinenpflicht herrscht, habe ich für Cabo immer einen Bodenanker dabei, der sich dank seiner Spiralform in den Boden drehen lässt. Das finde ich praktisch, weil ich meinen Hund sehr flexibel überall festmachen kann – ohne auf Bäume, Zäune, Autos oder Anhängerkupplungen angewiesen zu sein. Ein Zelthering ginge wahrscheinlich auch. Aber dem Bodenanker traue ich eher zu, Cabo zuverlässig zu halten.

Das erwartet euch im letzten Teil meiner Serie „Camping mit Hund im Zelt“

Im letzten Teil meiner Serie gebe ich euch Einblicke in meine ganz persönliche Camping-Packliste für Cabo. Ich erzähle euch, was ich bei jeder Reise für meinen kleinen Krummfuß mitnehme.

Jetzt seid ihr dran!

Verratet mir eure Tricks und Kniffe beim Camping mit Hund. Ich freue mich, wenn hier ein schöner Ideenaustausch entsteht, von dem wir alle profitieren.

8 CommentsLeave a comment

  • Nun musste ich aber lachen 😀 Das Platinum füttere ich nämlich auch und das Wolfsblut hatte ich auch einmal getestet. Das riecht schon so lecker, das würde ich selbst auch nicht verschmähen 😉 Hmmmmm …. lecker.

    Nebenbei backe ich ab und zu einmal Hundekekse und koche seinen Lieblingseintopf aus Pansen, Herz, Leber, Möhren und Reis.

    Meine Biothane Leine habe ich leider nicht mehr, die war aber auch in Lindgrün 😀 Ich muss mir einmal eine neue besorgen und einen Bodenanker brauche ich auch noch.

    Liebe Grüße, Klaus

  • Wie bereits schon in Deinem Blogbeitrag über die Haltung der Hunde an der Leine, habe auch ich beim Zelten stets den Spiralbodenanker dabei. Praktisch, wie Du hier schon schreibst, finde ich, dass unsere vier Pfoten „Lukas“ hierbei die 2 Meter Leine seinen Bewegungsfreiraum haben.
    Bei Nassfutter reagieren unsere vier Pfoten durch übelriechende „Pupse“. Auch bekommt er durch zu viel Nassfutter Probleme mit dem Magen und frisst dann von sich aus Unmengen an Gras. Durch unseren Tierarzt wurde uns bei diesem Problem Buscopan Dragees empfohlen. Und tatsächlich, nach ein paar Stunden nach der Einnahme sind die Magenprobleme weg. So erhält unser „Lukas“ lediglich morgens eine kleine Schale Nassfutter Eigenmarke von „Edeka“. Und über den Tag verteilt Trockenfutter von Chappi. Das in dieser Zusammenstellung und ohne Fremdfütterung von anderen verträgt er ganz gut und ist beim Camping sehr gut zu transportieren.
    Nachträglich nochmal danke für Deinen schönen Blog den ich auf meiner Website in meinem da befindlichen Tagebuch gerne verlinkt habe. Hoffe das ist Dir im Nachhinein so recht?
    Zum Thema Leinenhaltung habe ich hier eine Petition bei change.org gestartet.
    https://www.change.org/p/hessisches-ministerium-des-inneren-und-f%C3%BCr-sport-genereller-leinenzwang-aller-hunde-b93037c9-d0d3-4f3d-8543-aa52d7a811f0?recruiter=189470271&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_facebook_responsive&utm_term=des-lg-no_src-no_msg&fb_ref=Default

    • Hallo Klaus-Dieter,

      lieben Dank für die Verlinkung. Das ist sehr nett von dir.
      Und danke, dass du deine Zelterfahrungen mit deinen vier Pfoten hier geteilt hast. 🙂

      Ganz liebe Grüße!

  • Hey, ich habe gerade Deinen Blog entdeckt, toll!
    Und sag mal am Darßer Ort kann man den Hund mitnehmen? Da gibts ja auch nirgendwo Mülleimer, wir fahren dieses Mal zum ersten Mal mit Hund dahin. Hab mir jetzt die „Kackibox“ bei Amazon bestellt, eine Gürteltasche mit passender „Transportbox“ fürs Häufchen/Tütchen. Hab jetzt mal wieder festgestellt, dass man in der Stadt doch recht verwöhnt ist was Mülleimer angeht. Bei einer Wanderung nähe Siegen war weit und breit kein Mülleimer aufgestellt…
    Beim Futter hab ich beim letzten Urlaub hochwertiges Dosenfutter probiert, allerdings war ich mit den Häufchen ohne das weiter ausführen zu wollen, nicht optimal zufrieden. Jetzt probier ich „Trockenbarf“, also nochmal eine andere Variante-mittlerweile gibts einige Anbieter, da wird dann das luftgetrocknete Fleisch/Gemüseflocken in Wasser eingelegt. Bin gespannt… Viele Grüße!

    • Hi Julia,
      vielen Dank für deinen Kommentar! 😊
      Ja, am Darßer Ort waren wir schon mit Hunden. Den Beitrag dazu findest du auch in meinem Blog. Mülleimer gibt es dort tatsächlich keine. Das hat aber auch seinen Grund. Mülleimer verführen dazu, auch mal etwas daneben zu werfen oder zu viel in die Tonne zu packen, sodass sie uberquillt. Sind erst gar keine Mülleimer dort, fühlt der Wanderer sich automatisch in der Pflicht, seinen Kram auch brav wieder in den Rucksack zu packen bzw. mitzunehmen.
      Viele Grüße zurück und viel Spaß am Darß!

      • Hey!

        Ja, ich hatte den Eintrag dazu auch schon gesehen, war aber nicht ganz sicher ob Du von Darß generell gesprochen hattest oder dem Naturschutzgebiet ganz oben an der Spitze. Ich war auch schon zweimal da, allerdings ohne Hund, so dass ich da gar nicht drauf geachtet habe was erlaubt ist oder so. Und mit den Mülleimer klar, versteh ich und gerade seinen eigenen Müll, Essensverpackung/reste mitzunehmen ist auch ok, nur den Kotbeutel die ganze Zeit mit sich rumzutragen oder in den Rucksack zu stecken stell ich mir dann doch nervig und unangenehm vor. Also versuch ich mal meine oben genannte Lösung dann 😉 Bei der Mülleimerproblematik bin ich übrigens zwiegespalten, ich kann mir auch vorstellen, dass es einige dazu verleitet doch ihren Müll irgendwo hinzuschmeißen… (so ne Banane kann man zB super ohne Dose oder sowas einpacken, aber hat danach die Schale, die im Rucksack sicher nicht fein ist und im Naturschutzgebiet/Urlaubsgebiet aber irgendwie auch nicht so gut kommt.. aber ein anderes Thema, und da wäre sicher die ein oder andere Statistik interessant.

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