Kalte Schnauze – Hundeblog

Der WetDog Hundemantel im Test

WetDog-Cover

Ich war total skeptisch, als ich das Angebot bekam, Cabo einen Hundemantel testen zu lassen. Zum einen, weil ich auf meinem Blog keine Produkte oder Dienstleistungen testen und bewerten möchte, wenn sie thematisch nicht zu meinen Inhalten passen. Zum anderen gehören Hundemäntel zu Accessoires, für die ich mich persönlich nie interessiert habe. Doch dieser hier, mit dem Namen *WetDog, hatte mein Interesse geweckt.

Natur- und Bambusfasern fördern den Luftaustausch und sollen Hunde in 10 Minuten trocknen

Mit seiner Hilfe soll es möglich sein, innerhalb von 10 Minuten, 80% Feuchtigkeit aus dem Fell des Hundes aufzusaugen. Anders als herkömmliche Hundemäntel, besteht das Material des WetDogs  aus einer speziell entwickelten Natur- und Bambusfaser. Die kleinen Mikrolöcher der Faser fördern den Luftaustausch, sodass Feuchtigkeit schnell aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. Der Hersteller Siccaro verspricht, dass durchnässte Hunde schneller trocknen und dank der antibakteriellen Wirkung des Materials auch kaum noch nach nassem Hund müffeln sollen. Den Mantel gibt’s in sechs verschiedenen Größen ab einem Preis von ca. 90 Euro.

Da Cabo trotz seines kurzen Fells, nach verregneten Wanderungen und Spaziergängen schlecht trocknet, wollte ich dem Produktversprechen auf den Grund gehen. Also sagte ich zu, den WetDog in meinem Camping-Urlaub in der Uckermark zu testen. Als ich erzählte, mit mehreren Hunden unterwegs zu sein, bekam ich direkt das Angebot, zwei Hundemäntel für den Test zu bekommen. Das fand ich wirklich supernett. Und so ging der zweite Mantel an meine Freundin Patricia und ihren Hund Bobby, einen 16 Jahre alten Gos d’Atura Catalá, der sehr dichtes und langes Fell hat und noch schlechter trocknet als Cabo. Für einen alten Hund ist das nicht immer ganz unproblematisch – gerade beim Camping. Da unsere beiden Vierbeiner keine Wasserratten sind, mussten wir den Regen abwarten. Der Wettergott war gnädig und schenkte uns diverse Regengüsse in der Uckermark. Perfekte Bedinungen also, um den WetDog auf Herz und Nieren zu prüfen.

Der erste Eindruck

Der WetDog macht einen guten ersten Eindruck. Das Material ist sehr hochwertig, der Mantel schön weich und leicht. Zudem wird er mit einer praktischen Tragetasche in olivgrün ausgeliefert. Sie ist so groß, dass der WetDog mühelos entnommen und wieder eingepackt werden kann. Jedem Produkt liegt ein Infoflyer bei, in dem Tipps zur Anwendung und Pflege gegeben werden. Das Gute: Er kann sogar bei 30° Grad in der Waschmaschine gewaschen werden und ist auch für den Trockner geeignet.

Der WetDog im Einsatz

Auch wenn es im Infoflyer eine kurze Anleitung gibt, kann der WetDog dem Hund intuitiv und unkompliziert übergestreift werden. Da der Mantel über den Kopf gezogen werden muss, befindet sich am Kopfstück ein Reißverschluss mit dessen Hilfe der Eingang entsprechend vergrößert werden kann. Zwei Schnallen, die mit Gurten verbunden werden, sorgen für den richtigen Sitz des WetDogs. Damit auch an der Hinterhand des Hundes nichts verrutschen kann, gibt es auf jeder Seite ein Gummiband, das mit einem Knopf individuell fixiert werden kann. Wir haben davon keinen Gebrauch gemacht, weil der WetDog auch so gut sitzt und selbst beim Schütteln nicht verrutscht.

Wie wird der WetDog von Bobby und Cabo angenommen?

Zugegeben, unsere Hunde waren erst gar nicht begeistert von dem Mantel. Cabo zum Beispiel war anfangs nicht in der Lage sich zu bewegen. Da hätte kommen können, wer wolle. Keinen Zentimeter ist er mit dem Mantel gelaufen. Sein Gesicht sprach ebenfalls Bände. 😀 Jetzt, nachdem der Mantel öfter zum Einsatz gekommen ist und Cabo zum Trocknen immer einen Kauknochen von mir dazubekommen hat, nimmt er den WetDog viel besser an und bewegt sich auch ganz normal damit. Übrigens krempele ich ihm das Kopfteil als Kragen zurück und ziehe es nicht über die Ohren. Das findet der Krummfuß so angenehmer und ich persönlich auch besser.

Bobby hatte zu Beginn auch leichte Schwierigkeiten, mit dem Mantel zu laufen. Da der Senior nicht ganz so empfindlich ist wie mein Spanier, hat er sich viel schneller an den WetDog gewöhnt. 😀

Hält der WetDog, was er verspricht?

Diese Frage kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Nachdem unsere Hunde vom Regen ordentlich durchnässt waren, kamen sie, in den Hundemantel gepackt, zum Trocknen ins Auto. Wir haben uns genau an die 10 Minuten gehalten. Und siehe da: Sowohl der langhaarige Bobby als auch der kurzhaarige Cabo waren in dieser Zeit zu 80% trocken. Ich bin ganz ehrlich, ich habe nicht daran geglaubt, aber das Ergebnis spricht für sich. Mehrmals haben wir den WetDog ausprobiert und das Resultat war immer gleich zufriedenstellend.

Und weil ich schlecht für meine Freundin Patricia und ihren Hund Bobby sprechen kann, war sie so nett und hat mir ihre Meinung zum WetDog aufgeschrieben:

„An Regentagen ist der WetDog ideal, denn das Fell von Bobby trocknet tatsächlich bis ins Unterfell und das relativ schnell. Mein Hund hat den Mantel völlig gelassen angenommen. Das Laufen ist für ihn anfangs etwas seltsam, hat uns aber eher belustigt als gestört.

Mit Passform und Sitz vom WetDog bin ich sehr zufrieden. Die Schnallen sind leicht und schnell zu öffnen und zu schließen, selbst für meine Rheuma-geplagten Handgelenke. Das Material ist weich und fühlt sich angenehm an. 

Der erste Test vom WetDog war beeindruckend, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein durchnässter Bobby schnell trocknen würde. Da er schon 16 Jahre alt ist, bin ich besonders begeistert und glücklich darüber, dass der alte Kerl sich nun trocken ins Körbchen oder den Wohnwagen trollen kann. So skeptisch ich auch war, den WetDog kann ich jedem Hundebesitzer ans Herz legen.“

Übrigens haben Nicole und Moe vom wunderbaren Hundeblog „Moe&me“ den WetDog Hundemantel mittlerweile auch getestet. Wie ihr Urteil ausgefallen ist, könnt ihr hier nachlesen.

Über die Firma Siccaro

Das dänische Unternehmen wurde 2013 von Lissen Marschall gegründet. Die Dänin ist Designerin und entwickelt die Produkte rund um Siccaro. Auf die Idee des Hundemantels kam sie durch ihre wasserfreudige Labrador-Hündin. Um sie schnell und effektiv zu trocknen, entwickelte sie einen Hundemantel, der saugstark ist und zudem gut sitzt. Zu Hilfe kam ihr dabei die antibakterielle Wirkung der Bambusfaser, die eine einzigartige Saugkraft besitzt und den „nassen Hund“ Geruch minimiert. Sinnvolle Erfindungen für Hunde scheinen in den Genen der Familie Marschall zu liegen. Ihr Vater, Peter Marschall, erfand vor 40 Jahren die Hundehalskrause Buster, die Hunde davon abhält, sich an Wunden zu beißen oder lecken.
Weitere Infos über den WetDog gibt’s unter www.siccaro.com.

*Der WetDog wurde mir und Patricia als PR-Sample kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

      

9 CommentsLeave a comment

  • Hey ich habe dich jetzt schon ein winziges kleines bißchen für bekloppt erklärt, aber Hunde trocknen ja tatsächlich furchtbar langsam und bis Spike trocken ist, ist meine Wohnung und sämtliche Decken und Handtücher nass. Selbst wenn ich sehr rubbele ist das so.

    Die Idee ist wirklich nicht blöd, gebe ich zu :-)

    Einen lieben Gruß
    Elke

    • LOL! Das kann ich gut verstehen, Elke. Ich war wie gesagt auch mehr als skeptisch. Zu Unrecht. Ich finde den Mantel gerade nach nassen Wanderungen oder Gassis sehr praktisch. Vor allem, wenn man noch ein Stück mit dem Auto nach Hause fahren muss.
      LG an Spike vom Spanier im Bademantel

  • Hallo Silvana

    Ich habe mich auch erst ein wenig über deinen toll geschriebenen Testbericht amüsiert 😉 😀 aber der Mantel scheint ja richtig gut zu sein :-)

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass mein Hundini den Mantel ziemlich doof findet, er ist da ein wenig „empfindlich“ und genießt es, wenn ich ihn mit dem Handtuch ab rubble.

    Dann kann er sich anschließend auch noch einmal so richtig im Mausemobil schütteln, damit ich auch ja wieder alles putzen kann 😀

    Und an den Geruch von nassem Hund muss sich der Hund halt gewöhnen 😉 😀

    Liebe Grüße, Klaus

    • 😄😄😄 Ein Mann, ein Hund: Das geht auch ohne Mantel. 😄😄😄
      Cabo mochte den WetDog, wie beschrieben, anfangs auch überhaupt nicht. Mittlerweile geht es ganz gut. Nach nassem Hund hat er nie gemüffelt. Daher kann ich das Argument für den Mantel nicht unterlegen.

  • Meine Hunde müffeln auch nicht wenn sie naß geworden sind. Scotty hat ein wasserabweisendes Fell und ist ruck zuck trocken. Bobby kann ich mit Handtüchern eben nicht ausreichend trocken rubbeln, deshalb bin ich sehr glücklich, dass dieser WETDOG wirklich funktioniert. Ich hätte es nicht gedacht!

  • I have a „Rauhaardackel“, length from neck to the tail 55 cm. I am interested in your offer including color scheme.

    Regards

    Helge Walter

  • Das ist doch mal ein ehrlicher & witziger Beitrag 😀
    Ich finde ihn sehr schön zu lesen. Hundemäntel sehen irgendwie sehr komisch an den Vierbeinern aus, aber man muss zugeben, manche haben wirklich einen guten Zweck :)
    Finn ist ein weißer Schäferhund und ich glaube ich brauche auch so ein Mantel für ihn 😀

    Liebste Grüße
    Lisa & Finn

    • Liebe Lisa,

      vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Hundemäntel sehen in der Tat komisch aus an unseren Vierbeinern. Und wie im Artikel geschrieben, waren sie auch nie meins. Aber dieser Mantel macht wirklich einen guten Job und gerade jetzt, wo das Schmuddelwetter wiederkommt, finde ich den WetDog total praktisch und möchte ihn nicht mehr missen.

      Kannst ja mal Laut geben, ob Finn jetzt auch so einen Mantel bekommt.

      Viele Grüße
      Silvana mit Cabo

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

%d Bloggern gefällt das: