Kalte Schnauze – Hundeblog

Die Struffeltroute: Über viele Brücken musst du gehen

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Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Brücken ich mit Cabo während meiner Wanderung auf der Struffeltroute überquert habe. Jede einzelne – ob groß, klein, aus Holz oder aus Gitterrost – war für mich ein Highlight auf dem etwa 10 Kilometer langen Partnerweg des Eifelsteigs (Etappe 1) zwischen Roetgen und Rott an der Deutsch-Belgischen-Grenze. Ich habe mich sowieso die ganze Zeit dabei erwischt, wie ich immer wieder zu mir selbst gesagt habe: „Boah, ist das schön hier!“

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Struffeltroute hat mich total geflasht. Lange ist es her, dass mich ein Wanderweg von Anfang bis zum Ende derart begeistert hat. Und das obwohl es noch Winter ist und die Landschaft eher grau und trist. Die Struffeltroute hat für mich einen ganz klaren USP: Sie überzeugt durch ihre Vielseitigkeit.

Verwunschene Waldpfade, plätschernde Bachläufe und eine imposante Moor- und Heidelandschaft

Da ist auf der einen Seite das Örtchen Roetgen, das man am Rande streift und der kleine Schleebach, der den Wanderer eine Weile auf seinem Weg begleitet sowie verwunschene und verwurzelte Wege, die sich durch einen märchenhaften Nadelwald immer entlang des Schleebachgrabens ziehen.

Und auf der anderen Seite der Dreilägerbach, das Vorbecken der Dreilägerbachtalsperre und die Talsperre selbst mit ihrem fantastischen Aussichtspunkt. Und zu guter Letzt der Struffelt, ein Naturschutzgebiet oberhalb von Rott, der zum Nationalpark „Hohes Venn-Eifel“ gehört.

Durch den Struffelt führt die erste Etappe des Eifelsteigs

Der Struffelt wird auch der Rotter Hausberg genannt, auf dessen Rücken sich ein bezauberndes Hochmoor und Heidegebiet befindet, das als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.

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Extra angelegte Holzstege sorgen dafür, dass der Wanderer selbst bei hoher Feuchtigkeit das Hochmoor bequem durchqueren kann. Außerdem dienen die Holzstege dem Schutz und der Erhaltung des Lebensraumes mehrerer auf der Roten Liste NRW aufgeführten Tier- und Pflanzenarten.

Auf insgesamt 56 Hektar erstreckt sich das Heidegebiet mit seinen typischen Pflanzen wie Heidekraut, Blaubeere und Pfeifengras. Aufgrund des nährstoffarmen Lehmbodens ist hier als einzige Baumart die Birke vertreten. Weil der Stuffeltkopf 450 Meter hoch ist und damit die Umgebung um 100 Meter überragt, regnen sich Wolken, die aus Westen kommen, dort regelmäßig ab. Wegen des hohen Niederschlags und des nährstoffarmen Lehmbodens blieben Aufforstbemühungen trotz Entwässerungsgräben bislang vergeblich.

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Fazit

Ich werde die Tour auf jeden Fall ein zweites Mal wandern. Dann wenn die Heide blüht und die Natur sich in ihrer ganzen Pracht präsentiert. Aber das ist nicht der einzige Grund, die Struffeltroute ein zweites Mal zu wandern. Man muss diesen Partnerweg des Eifelsteigs mehrfach gehen, um ihn vollumfänglich in sich aufnehmen zu können. So vielseitig ist die Landschaft dort, so abwechslungsreich seine Wege.

Die Struffeltroute lässt sich sehr gut ohne technische Hilfsmittel und Karte erwandern, weil die Wegeführung exzellent ist. Für Hunde ist der Wanderweg sehr gut geeignet, zumal er viele natürliche Wasserquellen zum Trinken und durch den hohen Waldanteil auch im Sommer ausreichend Schatten bietet. Weil der Rundweg im Naturschutzgebiet liegt, habe ich mich zunächst nicht getraut, Cabo von der Leine zu lassen. Da ich aber mit dieser Haltung die Einzige war, habe ich Cabo nach einiger Zeit auch ohne Leine laufen lassen. Darauf geachtet und Wert gelegt, dass er auf den Wegen und in meiner Nähe bleibt, habe ich allerdings schon. Schließlich sind wir zu Gast in der Natur und nehmen Rücksicht. Dumm verlässt übrigens auch niemand die Stuffeltroute. Zahlreiche Infotafeln versorgen den Wanderer mit allerlei Wissenswertem rund um Flora und Fauna.

Zum Abschluss gibt’s noch eine Diashow.

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Und hier der Track zum Nachwandern. Zur Info: Ich bin zum Schluss einen kleinen Schlenker an der Roetgener Straße gelaufen, weil ein Teil des Eifelsteigs wegen Baumfällarbeiten gesperrt war.

9 CommentsLeave a comment

    • Hihi, die Schnuffel-Struffelt-Route ist auch gut. 😀 😉
      Ich bin nach wie vor ganz angetan von der Tour.

      LG zurück!

    • Im Sommer ist das dort bestimmt um einiges spektakulärer! Darum will ich dort ja auch noch mal hin. 🙂
      Liebe Grüße zurück!

  • Wir sind die Strecke letztes Jahr im Juni gelaufen. Ich sage nur „Ginsterblüte!!“. Ein Traum.
    Auch wir wollen die Runde noch zu verschiedenen Jahreszeite laufen, denn sie hat
    uns auch sehr begeistert.

    Liebe Grüße
    Sylvia mit Emi und Luke

    • Hey ihr 3!
      Ich hatte euren Blog gestern durch Zufall gefunden, als ich nach weiteren Infos zur Struffeltroute gesucht habe. Die Ginsterblüte ist der Knaller! Es muss ganz schnell Frühling und dann Sommer werden, damit ich diese tolle Tour noch mal in ihrer ganzen Farbpracht erleben kann.

      Liebe Grüße zurück!
      Silvana mit Cabo

  • Eine ganz ganz tolle Route 🙂
    Wir laufen ja liebend gerne Traumpfade.
    Aber mit solch einer wunderschönen Tour wie bei Euch können wir jetzt nicht dienen.

    Ganz ganz tolle Fotos.
    Wuff, Deco + Pippa

  • Wir sind die Tour ja zur gleichen Jahreszeit im letzten Jahr gelaufen und waren auch sehr begeistert! Vielleicht schaffen wir es ja sie im Frühsommer zusammen zu laufen, wir wollen auf jeden Fall nochmal dahin!
    LG Birgit

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