Kalte Schnauze – Hundeblog

Ostsee-Urlaub mit Hund: Eine Woche Fischland-Darß-Zingst im Oktober

Dieser Urlaub war für mich etwas ganz Besonderes. Es war ein Urlaub voller Erinnerungen. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist vor neun Jahren meine Begeisterung für die Ostsee entfacht. Es war unser erster Urlaub mit Cabo. Damals war er gerade ein halbes Jahr alt und hat dort das erste Mal sein Beinchen gehoben. Unser Ferienhaus war klein, putzig eingerichtet, mit eingezäuntem Grundstück und nur fünf Gehminuten vom Strand entfernt.

Durch Cabo sind wir überhaupt erst auf die Idee gekommen, in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub zu machen. Dass uns diese abwechslungsreiche Landschaft aus Strand, Urwald, Moor, Bodden und schnuckeligen Ostseebädern so sehr gefallen würde, damit hätten wir nie gerechnet.

Das war im September 2008. Seitdem sind wir immer wiedergekommen. Selbst meine Freunde konnte ich mit meiner Begeisterung für die Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund anstecken. In Dierhagen-Neuhaus bestand ich Ende Mai/Anfang Juni meine Camping-Feuertaufe und verlebte dort wundervolle zwei Wochen und war vom Camping-Virus infiziert.

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Strände für Hunde ab Oktober geöffnet

Auch die Ferienhäuser haben, ob mit Rohrdach oder ohne, einen ganz besonderen Charme. Wir entschieden uns immer wieder für das Ostseebad Dierhagen und den Ortsteil Neuhaus. Es ist der Mix aus Strand, Wald und Moor, der diesen Ort für mich zu einem Besonderen macht. Für die einen ist dort der Hund begraben, weil es außer dem Hotel Dünenmeer, dem Campingplatz Neuhaus, einem kleinen Bäckerladen und einer Eisdiele nichts gibt. Die anderen wiederum schätzen genau das – und die einmalige Natur. Nicht umsonst heißt es von Fischland-Darß-Zingst „Wo Meer und Wald aufeinandertreffen“.

Ostseebad Dierhagen

Morgens vom Ruf der Kraniche geweckt zu werden, abends mit den Klängen der röhrenden Hirsche und quakenden Frösche und dem Rauschen der Ostsee einzuschlafen, ist für mich Luxus pur.

Dass Dierhagen-Neuhaus auch nach so vielen Urlauben auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst noch mal einen draufsetzen kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Wir waren zum allerersten Mal im Oktober dort. Über meinen Geburtstag. Warum wir vorher nie auf die Idee gekommen sind? Weil wir zu der Zeit immer ins Allgäu zum Wandern gefahren sind.

Unser Ferienhaus: Meerland

Wir mieteten genau dasselbe Ferienhaus wie vor neun Jahren. Es hatte sich nichts verändert. Die Schlafzimmer, das Badezimmer und das Wohnzimmer waren noch immer in den gleichen bunten Farben gestrichen wie damals. Wie oft hörte ich uns sagen: „Kannst du dich noch erinnern?“ Nur eines hatte sich verändert. Cabo konnte diesmal die steile Holztreppe selbstständig rauf- und runterlaufen. Als junger Hund ging das nicht. Und ich wollte es auch nicht. Damals habe ich ihn immer getragen, heute sind mir seine ausgewachsenen 22 Kilo zu schwer.

 

Wie vor neun Jahren fühlten wir uns auch diesmal in diesem kleinen Hexenhäuschen auf Anhieb wohl. Abends machte mein Vater immer den Ofen an, morgens wurde ausgiebig auf der Veranda gefrühstückt und den Vögeln im Garten beim Picken der Samen aus den Kiefernzapfen zugesehen.

Wir entdecken alte Pfade neu

Denn Fischland-Darß und seine Bewohner bereiteten sich auf den Winter vor. Die Touristenströme, wie wir sie aus den Sommermonaten kannten, gab es nicht mehr. Kein Stau auf der Landstraße 21, keine Massen von Fahrrädern und E-Bikes auf dem Deich, leere Strände und überall freie Zugänge zur Ostsee für Hunde. Und trotzdem hatten die Läden noch überall geöffnet – zum Shoppen, zum Essen, zum Bummeln.

Weststrand Ahrenshoop – Ostsee – Meckpomm

Genau richtig, um die Seele baumeln zu lassen. Bei der Hühnergötter-Suche am Strand, bei einer Tasse Kaffee oder einem köstlichen Fischbrötchen mit Blick auf die ruhige Ostsee und den Bodden, oder bei unseren Streifzügen durch den bunten Ribnitzer Stadtforst und das Große Moor. Ich habe diese Unaufgeregtheit sehr genossen.

Auch jetzt breitet sich diese innere Ruhe in mir aus, wenn ich an unseren Ostsee-Urlaub im Oktober zurückdenke.

Am Strand der Ostsee liegen und nichts tun.

3 CommentsLeave a comment

  • Hallo Silvana!
    Das klingt und sieht aus wie ein perfekter, total entspannter Urlaub!
    Morgens von den Rufen der Kraniche geweckt zu werden, toll! Ich liebe die Geräusche, die sie machen.
    Euer Ferienhäuschen mit den schönen Wänden könnte mir auch gefallen!

    Viele Grüße
    Carolin

  • Das liest sich so wunderbar, dass man direkt Lust bekommt die Gegend selber zu erkunden ! Liebe Grüße, Martina

  • Okay! Ich bin ja auch Ostseeliebhaber durch und durch!!!!!! Aber nach diesem Bericht MUSS ich dort hin! JETZT! SOFORT! 😉 Ich denke unseren nächsten Urlaub werde ich schon mal planen und auf Euren Spuren wandeln 🙂
    Dein Bericht lädt ja quasi ein!
    Herrlich! Und ich habe beim Lesen quasi die frische Brise des Windes um meine Nase gespürt!

    Danke dafür!

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

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