Kalte Schnauze – Hundeblog

Zeitungsente als Hund gesichtet

Heute ist ihr Tag. Einmal im Jahr kommt sie ganz groß raus. Stiftet Verwirrung in der breiten Masse. Quakend kommt sie während der Morgenlektüre daher, watschelt Buchstaben durcheinander und setzt Gerüchte in die Welt. Niemand weiß, ob ihre Geschichten wahr oder erfunden sind und in welcher Gestalt sie auftaucht: als Citroen 2CV, als Urinflasche, WC-Ente, Quietscheentchen, Erpel, Enterich, Stockente oder Alfred Jodocus Kwak.

In Mönchengladbach geht sogar das Gerücht rum, sie habe eine ganz andere Form angenommen. Es wird erzählt, dass in der Mönchengladbacher Lokalredaktion der Rheinischen Post ein Hund sein Unwesen treibt. Man sagt, der Hund – vielmehr die Hündin – habe die Redakteure voll im Griff. Sie manipuliert und macht aus ihnen willenlose Futterspender, die für einen Blick, ein Blinzeln und sogar für ein lässiges Augenbraue Hochziehen von ihr alles tun würden. Man sieht Redakteure das Frühstück mit der Hündin teilen oder in den nächsten Supermarkt laufen, um für Leckerli-Nachschub zu sorgen. Streicheleinheiten gibt’s gratis dazu. Und während der Mittagszeit wird sogar mit ihr gespielt.

Mönchengladbach hebt die Hundesteuer auf

Sie soll schon heute die Nachrichten von morgen kennen. Doch was bedeutet das für die RP-Leser? Hat die Hündin ihre Pfoten mit im Spiel, wenn es um den Aufmacher auf der ersten Lokalseite geht? Bestimmt sie, welche Themen die Mönchengladbacher in den nächsten Tagen nachhaltig beschäftigen werden?

  • „Gladbach hebt die Hundesteuer auf“
  • „Minto: 101 Dalmatiner ersetzen sieben Esel“
  • „Unges Pengste: Weimaraner wird Schützenkönig“
  • „Terrier schießt Borussia in die Champions League“
  • „Für unauffindbar geglaubt: Labrador apportiert Osterhasen“

Wie dieser Tag wohl enden wird? Und welches Resümee wird der Chefredakteur am Ende dieser Woche in seiner Kolumne „Mensch Gladbach“ ziehen? Und noch eine Frage bleibt nach wie vor ungeklärt: Können diese Augen tatsächlich lügen?

Nachtrag

Kleine Lilli,
auch wenn du schon über die Regenbogenbrücke gehen musstest und du ein großes Loch in deinem Rudel und in der Redaktion hinterlassen hast, bin ich davon überzeugt, dass du noch immer über deine Lieben wachst. Und wer weiß: Vielleicht treibst du ganz besonders heute deinen Schabernack mit den anderen dort oben über dem Regenbogen. Ganz sicher sorgst du aber für gute Stimmung, wie du es immer in der Redaktion getan hast. Lilli, diesen Beitrag widme ich dir heute ganz besonders!

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Wirklich erfrischend zu lesen!

    So einen ähnlichen Beitrag gab es bei uns in der Lokalzeitung auch mal vor ein paar Jahren. Hatte ich aber fast schon wieder vergessen.

    Danke für den Lacher, der heute garantiert auf eurer Seite war :)

    • Vielen Dank, Claudia! Freut mich, dass du Spaß beim Lesen hattest. Von welcher Lokalzeitung sprichst du denn?

      VG Silvana

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