Kalte Schnauze – Hundeblog

Camping mit Hund im Zelt: Darauf solltest du achten

Bald geht’s für Cabo und mich mit Zelt zu einem 14-tägigen Camping-Urlaub in die Uckermark. Schon jetzt mache ich mir Gedanken, was ich alles mitnehmen muss und bloß nicht vergessen darf. Zelten mit Hund ist schon etwas anderes, als komfortabel mit Wohnmobil oder Caravan unterwegs zu sein. Daher habe ich beschlossen, euch an meinen Vorbereitungen teilhaben zu lassen. Ich schildere euch meine Erfahrungen beim Camping mit Hund, verrate euch einige Tricks und Kniffe, die ich im Laufe der Zeit für mich entdeckt habe und gebe euch Einblicke in meine Camping-Packliste für Cabo. Damit es übersichtlich bleibt, habe ich daraus eine Serie gemacht:

  1. Worauf solltet ihr achten, wenn ihr mit Hund zelten wollt?
  2. Welche Tricks und Kniffe gibt’s für mich beim Zelten mit Hund?
  3. Was braucht der Hund auf Reisen bzw. beim Camping (meine subjektive Meinung)?

Wie es sich gehört, beginne ich auch schon mit Teil 1:

Worauf solltet ihr achten, wenn ihr mit Hund zelten wollt?

Sollte euer Hund das Zelten nicht kennen, gebt ihm die Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und bietet ihm Rückzugsmöglichkeiten an. Dünne Zeltwände und begrenzter Platz sind für den Vierbeiner ungewohnt, wenn er das nicht schon früh als Welpe oder Junghund kennengelernt hat. Es gibt Hunde, denen ist alles egal. Hauptsache sie sind dabei. Aber es gibt eben auch Sensibelchen, die an die Materie Zelt und Camping herangeführt werden müssen.

Beim Zelten seid ihr mit eurem Hund immer draußen und jeder Art von Geräusch ausgesetzt. Mal eine Tür hinter sich zumachen, um Ruhe zu haben, gibt es nicht. Cabo war anfangs recht unentspannt auf dem Campingplatz. Bei jedem Mucks hat er angeschlagen. Nachts hat er kaum geschlafen, tagsüber auch nicht. Da habe ich mir schon Sorgen gemacht. Weil Cabo aber sehr gerne Auto fährt, kam mir die Idee, ihm in meinem Wagen eine Rückzugsmöglichkeit anzubieten, wenn es die Temperaturen zugelassen haben. Da fühlt er sich wohl und geborgen und kann sehr gut abschalten. Das war die perfekte Lösung!

Von Mal zu Mal wurden Cabos Campingausflüge mit mir immer besser. Mittlerweile schläft er gerne mit mir im Zelt, schlägt so gut wie gar nicht mehr an, außer es gibt einen triftigen Grund. Tagsüber liegt er neben dem Zelt und schläft auch dort tief und fest, egal wie viel Tumult um hin herum ist. Und wenn ein Campingplatz-Betreiber dann noch zu mir sagt, „Sie haben aber einen gut erzogenen Hund. Der bellt ja gar nicht“, freue ich mich tierisch. Es lohnt sich, Geduld zu haben und den Hund langsam an etwas Neues ranzuführen. Wichtig ist, selbst Ruhe zu bewahren, um dem Vierbeiner zu vermitteln, dass auch er sich entspannen kann.

Die Temperaturen im Zelt

Wenn ich mit Cabo zelten fahre, dann nur, wenn es nicht mehr friert. Die Temperaturen müssen nachts bei zehn Grad liegen, sonst ist mir das für mich und meinen Hund einfach zu kalt. Wenn es doch mal zu kühl werden sollte, kommt ein Heizlüfter ins Zelt, der die Temperaturen selbstständig reguliert und sich beim möglichen Umstoßen sofort abschaltet. Cabo helfe ich mit einem ausrangierten Schlafsack von mir aus, in den ich ihn vorm Schlafgehen einwickle. Das lässt er sich prima gefallen und nimmt den Kälteschutz gerne an.

Doch auch der Sommer hat beim Zelten mit Hund seine Tücken. So kann sich das Zelt, je nach Farbe und Lüftungsmöglichkeiten, extrem aufheizen. Also niemals den Hund alleine bei praller Sonne im Zelt lassen. Der Effekt ist der gleich wie in der Hitzefalle Auto. Vorm Schlafengehen das Zelt noch mal gut lüften und wenn es gar nicht anders geht das Zelt über Nacht offen lassen. Nicht immer kommt genug Luft durch die Fliegennetze. Je feiner, desto schwieriger. Also gebt im Sommer beim Zelten mit Hund besonders acht auf eure Tiere.

Was mache ich bei Gewitter?

Das ein oder andere Mal habe ich mit Cabo auch schon ein Gewitter beim Camping erlebt. Wenn meine Freunde in ihren Wohnmobilen und Caravans schlafen, habe ich im Zelt bei Blitz und Donner kein gutes Gefühl. Normalerweise macht mir Gewitter nichts aus – Cabo zum Glück auch nicht. Aber im Zelt muss ich das nicht haben. Also ziehen wir, wenn es allzu heftig wird, in mein Auto um. Cabo kommt auf die Rückbank und ich mache es mir auf dem Beifahrersitz gemütlich. Für eine Nacht geht das durchaus. Und im Faradayschen Käfig fühle ich mich sicherer als im Zelt.

Das erwartet euch im zweiten Teil meiner Serie „Camping mit Hund im Zelt“

Im zweiten Teil verrate ich euch, wie ich das mit dem Futter für Cabo beim Zelten handhabe. Außerdem nenne ich euch zwei Utensilien, die ich nicht mehr missen möchte.

Wenn ihr Lust habt, schreibt mir eure Erfahrungen mit Hund und Camping als Kommentar unter diesen Beitrag. Fänd’s cool, wenn wir voneinander lernen können. 🙂

12 CommentsLeave a comment

  • Das ist doch kein Zelt, das ist doch sicher ein mobiles Apartment 😀 😀 😀

    Ich hatte mein Zelt erst einmal für mehrere Tage in meiner Wohnung aufgebaut, damit sich Hundini langsam an das Ding gewöhnen konnte. Dann habe ich eine alte Decke von ihm im Zelt deponiert und dort ab und zu ein Leckerli versteckt. 😉

    Es hat alles nur ca. eine Woche gedauert, dann war ihm das Zelt gar nicht mehr so unheimlich. Die ersten Übernachtungen im Zelt haben wir anschließend auch gleich in der Wohnung gemacht 😉

    Auf Tour hat er nachts nur angeschlagen, wenn irgendwas durch das Lager geschlichen ist. 😀

    Liebe Grüße, Klaus

    • 😀 😀 😀 Zelt ist eben nicht gleich Zelt. 😀 😀 😀
      Das, was du auf den Foto sieht, kommt eigentlich nur zum Einsatz, wenn ich wie jetzt mehr als eine Woche campen fahre. Für Wochenendtrips habe ich ein viel kleineres Pop-up-Zelt dabei, das sich flott auf- und abbauen lässt. Das große hier kann ich zum Beispiel nicht ohne Hilfe aufbauen. Insofern hätte ich es in meiner Wohnung auch gar nicht hinstellen können. Vom Platz mal ganz abgesehen. Deine He­r­an­ge­hens­wei­se finde ich ansonsten echt cool. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen – auch wenn ich den Platz hätte.

  • Ich weiß gar nicht mehr, wie es war mit den Mädels als wir das erste Mal mit dem Wohnwagen unterwegs waren. Aber das ist auch wirklich etwas anderes als mit dem Zelt unterwegs zu sein.
    Leika und Bella liegen auch gerne im Auto in ihrer Box, genießen es aber auch im WoWa auf dem Bett zu liegen!
    Wir freuen uns auch auf die Uckermark! Bald geht es los! ☺️

    • Wie sagt man so schön bei uns: Jeder Jeck ist anders. 😉
      Du hast Cabo ja selbst erlebt bei meinen ersten Camping-Zelt-Versuchen.
      Jaaaa, bald geht’s los. Es ist zum Greifen nah. *freu*

  • Hey,

    sehr cooler Artikel. Ich selbst besitze zwar (noch) keinen Hund, bin aber immer wieder erstaunt wie andere Reisen und dass Tiere zB kein Hindernis zum reisen sind. Finde ich klasse. Oft macht man sich ja doch Gedanken was man mit Tieren während dem Urlaub macht. Stattdessen sollte man sich einfach nur fragen wie man mit Tieren am besten Urlaub macht. Echt toll!

    Liebe Grüße
    Clara

  • Wir waren vor ein paar wochen auch zelten mit unseren hund (16 jahre alt). Für sie war es das erste mal und es hat ihr super gefallen. Auf den zeltplatz, extra für hunde, war allerdings leinenzwang. Hätten wir eh gemacht. und wir waren auch die einzigen dort. Naja, alle anderen waren halt im campingwagen, wir im zelt.

    • Leinenzwang ist auf Campingplätzen üblich, selbst wenn Hunde dort willkommen sind. „Extra für Hunde“ muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Vierbeiner dort frei laufen dürfen. Aber es freut mich, dass euer alten Dame gefallen hat, mit euch zu zelten. 🙂

      VG Silvana

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