Kalte Schnauze – Hundeblog

Wahnsinnig schreibwütig und wanderlustig

Jörg Thamer aus Limburg an der Lahn ist wahnsinnig schreibwütig und wanderlustig. Der Berufssoldat im Ruhestand nennt gleich vier Blogs sein Eigen, die er regelmäßig mit neuen Inhalten befeuert. Seine Themen sind sowohl das Wandern als auch das Geocaching. Irgendwann ist Jörg auf meinen Kalte Schnauze Hundeblog aufmerksam geworden und hat prompt einen Kommentar hinterlassen. Meine Neugierde war geweckt, und so habe ich mal geguckt, was Jörg so im Netz treibt. Das Ergebnis: ganz schön viel! Also habe auch ich zu einem seiner Blogbeiträge meinen Senf dazugegeben, und seitdem besuchen wir uns regelmäßig auf unseren Blogs und gehen dort auf Wanderschaft. Auch Jörg hatte mich für den Liebster Award nominiert, und ich möchte mich jetzt revanchieren. Denn wer vier Blogs gleichzeitig betreibt und so viel Arbeit da reinsteckt, gehört interviewt. Ich habe ihn gefragt, warum er bloggt, wo er sich Wander-Tipps holt, was er immer beim Wandern dabei hat und was er anderen Bloggern empfiehlt. 

Seit 2012 gibt es deinen Blog „GEWUM! Geocaching, Wandern und mehr“. Warum sind gerade diese Freizeitaktivitäten für dich so besonders, dass du entschieden hast, darüber zu bloggen?
Gleich zu Beginn eine so tolle und doch nicht leicht zu beantwortende Frage. Irgendwann hatte ich einfach Lust, unsere Geocaching-Erlebnisse in Worte zu fassen und sie in einem Tagebuch festzuhalten. Als ich den Entschluss gefasst habe, dies in einem Blog zu tun, habe ich überlegt, was in diesen Blog gehört. Da bei uns das Geocachen fest mit dem Wandern verbunden ist, war schnell klar, dass das Wandern auch einen großen Teil im Blog einnehmen sollte. Und mit „und mehr…“ wollte ich mir dann Optionen offen halten.

Du bist Berufssoldat im Ruhestand. Hat dein Job etwas damit zu tun, dass du so gerne in der Natur unterwegs bist?
Das kann sehr gut sein. Auch bei der Bundeswehr hat mir das Orientieren im Gelände immer am meisten Spaß gemacht. Aber vielleicht hat meine Liebe zur Natur doch eher mit meinem ursprünglichem Berufswunsch zu tun: Als Kind wollte ich immer Förster werden und habe Unmengen von Naturbüchern verschlungen.

Wanderst du, um zu cachen oder gehst du cachen, um zu wandern? Oder trennst du beides strikt, wenn du losziehst?
Nein, das trenne ich nicht. Für mich hatte das Geocachen schon immer mit Wandern zu tun. In der Anfangszeit ging ich cachen um zu wandern, momentan wandere ich eher und cache dabei. Aber das sind immer so Phasen, manchmal hab ich auch Lust auf eine waschechte Cachetour.

Die Sonntage sind meistens mit Wandern oder Geocachen ausgebucht.“

Wie oft gehst du im Monat wandern bzw. cachen?
Das ist sehr unterschiedlich. Die Sonntage sind meistens mit Wandern oder Geocachen ausgebucht. Und ansonsten kommt es darauf an, wann meine Frau Zeit hat denn unser Hobby führen wir gemeinsam aus. Alleine oder mit Freunden gehe ich auch schon mal los, ganz wie es mir in den Sinn kommt. Also sagen wir mal: 4 bis 10 mal.

Welche Utensilien hast du beim Wandern immer dabei und warum?
Das GPS-Gerät – das versteht sich von selbst. Und natürlich meine Knipse zum Fotografieren.  Als Geocacher braucht man natürlich noch einiges mehr. Das Wichtigste ist dabei ein Stift, um sich in die Logbücher einzutragen. Und zumeist trifft man mich auch mit unserem Teammaskottchen – dem Entlein GEWUM. Da hängt ein sogenannter Travelbug dran, der die Kilometer von Cache zu Cache mitzählt. Zur Zeit sind das fast 112.000!

Verlässt du dich beim Wandern ausschließlich auf die Technik oder nimmst du als Backup auch eine Wanderkarte mit?
Bei größeren Wanderungen hab ich ganz gerne zusätzlich eine Wanderkarte dabei. Da hat man einfach eine bessere Übersicht. Aber generell verlasse ich mich auf die Technik. In der allergrößten Not hilft auch noch das Smartphone zur Orientierung.

Wo informierst du dich, wenn du auf der Suche nach neuen Wanderrouten bist?
Meine hauptsächlichen Informationsquellen sind gpsies.com und outdooractive.com. Und wenn ich mir auf diesen beiden Portalen eine Wanderroute ausgesucht habe, schaue ich, was die anderen Wanderblogger darüber geschrieben haben. Viele gute Tipps bekomme ich auch von befreundeten Geocachern. Oft sind auch Twitter, Google+ und Facebook eine gute Inspiration.

Du hast an einer Bloggerreise in Belgien teilgenommen. Wie kam es dazu?
Ich bin von Belgien-Tourismus angeschrieben worden und hatte die Einladung zunächst ignoriert. Später wurden zwei Nachrücker gesucht, und ich habe den Zuschlag bekommen. Die Bloggerreise war genial. Ich würde sofort wieder an einer solchen Aktion teilnehmen.

Du betreibst nicht nur einen Blog, sondern gleich drei. Was waren die ausschlaggebenden Gründe „Outdoorsüchtig“ und „Lahntastisch“ ins Leben zu rufen? Warst du mit „GEWUM!“ noch nicht ausgelastet?
Da ist dir doch glatt „Cachoholic“ durch die Lappen gegangen. Ich habe nämlich vier Blogs, mit denen ich verschiedene Zielgruppen ansprechen will. GEWUM ist und bleibt unser Teamblog, in dem ich über alles berichte. Outdoorsüchtig bedient Wanderer und wartet zusätzlich mit Ausflugszielen auf. Mit Lahntastisch möchte ich meine Heimat vorstellen. Cachoholic richtet sich ausschließlich an Geocacher und solche, die es werden wollen (womit bewiesen wäre, dass die Sache mit den Zielgruppen aufgeht, denn du bist keine Geocacherin und hattest somit dieses Blog nicht auf dem Schirm).

Am Wichtigsten ist es, authentisch zu bleiben!“

Wie viel Zeit verbringst du in der Woche mit dem Bloggen?
Im Oktober war ich sehr faul, da wir im Urlaub waren und auch sonst oft unterwegs. Ansonsten versuche ich, für jeden der vier Blogs mindestens einen Artikel pro Woche zu verfassen. Für einen Blogpost kann schon mal ein Vormittag draufgehen. Ich würde sagen vier Vormittage – oftmals ist es aber auch mehr.

Du antwortest immer auf Kommentare und kommentierst aber auch andere Blogbeiträge. Außerdem bist du sehr aktiv auf Twitter, Facebook und Google+.
Wie viel Zeit nimmst du dir täglich für alles?
Oh ja, da geht schon massig Zeit drauf. Aber die nehme ich mir dann auch nur, wenn ich sie wirklich habe. Schließlich will ich ja auch nach draußen – sonst habe ich bald nichts mehr zu bloggen.

Wie wichtig ist dir der Kontakt zu anderen Wanderbloggern und warum?
Sehr wichtig. Deshalb versuche ich auch, fleißig zu kommentieren. Man sollte immer über den eigenen Tellerrand schauen!

Welche Tipps kannst du Bloggern geben, um ihren Blog bekannter zu machen und was sollten sie lieber lassen?
Am Wichtigsten ist es, authentisch zu bleiben! Nicht versuchen, andere nachzuahmen und auch nicht krampfhaft versuchen, die Leserzahlen zu steigern. Dann kommt die Bekanntheit von ganz alleine. Zugegeben, es ist ein langwieriger Prozess. Und ganz wichtig: Interviewanfragen annehmen. 😉 

  Steckbrief

Name: Jörg Thamer
Alter: 51
Beruf: Berufssoldat im Ruhestand
Wanderrevier(e): Taunus, Westerwald, Lahn, Rhein
Lieblingswanderroute(n): Rheinsteig, Traumschleifen und –pfade, 7-Burgen-Tour im Pfälzer Wald
Schönstes Ausflugsziel: Das Felsenmeer im Odenwald hat uns total beeindruckt!
Blog(s): www.joergth.blogspot.de (GEWUM…), www.lahntastisch.de, www.outdoorsuechtig.de, www.cachoholic.de

2 CommentsLeave a comment

  • Guten Morgen Silvana!

    Ich danke Dir für die interessanten Fragen, die ich gerne beantwortet habe! Ich finde, es ist ein sehr schöner Artikel geworden. Und du hast recht, es gehört schon eine Portion Wahnsinn dazu vier Blogs gleichzeitig zu betreiben. Der Lohn dafür ist lediglich das Feedback der Leser aber dieses ermutigt mich immer wieder weiter zu machen.

    Ich wünsche Dir weiter viel Spaß beim Bloggen und freue mich darauf noch oft in deinem Blog auf Wanderschaft gehen zu können!

    Liebe Grüße, Jörg

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