Kalte Schnauze – Hundeblog

Javi testet den GPS Tracker von Tractive

|Product Placement|

Wer uns hier schon länger folgt, der weiß, dass ich mich mit Testberichten stark zurückhalte. Viele Anfragen passen entweder nicht zu meinen Blogschwerpunkten oder ich sehe mich nicht als Experte, um sinn- und mehrwertstiftend über ein Produkt zu schreiben. Als die Anfrage von „TONY – the petfluencer agency“ in mein Postfach flatterte, ob ich den GPS Tracker von Tractive testen möchte, konnte ich nicht nein sagen.

In Javis Brust schlagen zwei Herzen

Javi kann nicht verleugnen, dass er eine große Portion Schäferhund in seinen Genen trägt. Das ist sowohl optisch sofort zu erkennen als auch charakterlich. Gebe ich ihm eine Aufgabe, ist er mit Feuereifer dabei und möchte dabei unbedingt gefallen und alles richtig machen.

Der Schäferhund-Mix bei seiner Arbeit. ;-)

Doch Javi hat in seinen Genen eine genauso große Portion Jagdhund abbekommen. Ein Test hat ergeben, dass seine Vorfahren zum Teil Portugiesische Vorstehhunde waren. Genauer gesagt Vorstehhunde der Rasse Perdigueiro Português. Wer ein bisschen Portugiesisch kann, der wird in dem Namen das portugiesische Wort „Perdiz“ erkennen und wissen, dass das Rebhuhn heißt. Für mich erklärte das sofort Javis „Liebe“ zum Federvieh. Kurzum: Alles was Flügel hat, weckt Javis Jagdinstinkt. Singvögel, Krähen und Möwen haben es dem Burschen besonders angetan.

Hilfe, mein Hund jagt Vögel!

Mit diesem Wissen und nachdem Javi auf dem Feld Krähen und an am Meer Möwen gejagt hat und nicht zufriedenstellend abrufbar war, sank mein Vertrauen in ihn so sehr und meine Angst stieg dagegen so an, dass ich mich nicht mehr traute, ihn von der Leine zu lassen. Ein Hund der nicht zuverlässig hört, gehört für mich nicht in den Freilauf!

Da es für mich aber auch keine Lösung ist, Javi sein Leben lang an der (Schlepp-) Leine zu führen, arbeite ich seitdem an seiner Impulskontrolle, am Rückruf und an meinem Vertrauen zu ihm.

Warum der GPS Tracker von Tractive mir ein Stück Sicherheit zurück gibt

Bei dem Tracker von Tractive handelt es sich um ein GPS Ortungsgerät mit dem ich Javi dank unbegrenzter Reichweite überall auf meinem Handy mit der Tractive-GPS-App verfolgen kann – und das sogar weltweit, wenn ich wollte. Die Standortermittlung erfolgt laut Hersteller zuverlässig, indem Tractive GPS das beste verfügbare Mobilfunknetz auswählt. Mit dem Tracker kann außerdem LTE Netz empfangen werden.

Das 35 Gramm leichte Gerät wird am Halsband befestigt. Mithilfe des integrierten Peilsenders können Bewegungen und Wege verfolgt werden. Im sogenannten Live-Modus wird die Position des Hundes alle zwei bis drei Sekunden neu übertragen. Das Gerät ist zudem wasserdicht und stoßfest. Darüber hinaus verfügt der GPS Tracker über ein Licht sowie einen Signalton, die es ermöglichen, den Hund im Dunklen oder bei Nebel zu finden. Die Dauer des Akkus ist mit zwei bis fünf Tagen angegeben. Bei uns hält er bisher vier Tage.

Durch den GPS Tracker bin ich nun entspannter, wenn ich Javi in den Freilauf lasse. Er gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Javi dankt es mir mit mehr Vertrauen.

In unserem Freilauf-Training ist der GPS Tracker eine sinnvolle Ergänzung. Denn sollte Javi einmal durchbrennen, ist das zwar blöd, aber ich weiß zumindest, wo er sich gerade aufhält und kann ihn gezielt suchen und irre nicht völlig orientierungslos im Wald umher. Das hilft mir bei meinem negativen Kopfkino ungemein weiter.

Es sollte selbstverständlich sein, dass der Tracker für uns kein Freifahrtschein ist und mich nicht vom regelmäßigen Training mit Javi entbindet. Denn mein Ziel ist es, einen abrufbaren Hund zu haben, der seinen Impuls kontrollieren kann und für sich und andere keine Gefahr darstellt.

Was der GPS Tracker sonst noch kann

Seit Juli 2020 verfügt das Gerät über ein Aktivitätstracking-Feature. Damit ergänzt die Firma Tractive das Hauptthema Sicherheit um Aktivität & Fitness. „Wie viel bewegt sich der Hund pro Tag, wie viel Schlaf bekommt er oder wie viele Kalorien verbrennt er?“, sind Fragen, die damit beantworten werden sollen.

Der Tracker misst dazu die aktiven Minuten des Hundes und kann anhand seines Bewegungsverhaltens einsehen, ob er läuft, steht, geht oder ruht. Die Kalorien werden laut Tractive mittels der eingegebenen Daten wie Größe, Gewicht, Rasse etc. berechnet. Ziel des Aktivitätstrackings ist es, den Hund gesund und fit zu halten. Viele vergessen, dass neben Bewegung und Auslastung die Ruhephasen des Hundes eine genauso wichtige Rolle spielen. Ich lege zum Beispiel sehr viel Wert darauf, dass Javi das Erlebte ordentlich verarbeiten kann, indem ich ihm viel Raum für Ruhe und Entspannung biete.

Übrigens zeichnet der Tracker auch unsere gemeinsamen Runden auf. Tractive spricht hier von „Positionsverlauf“. Ich kann also nach dem Spaziergang sehen, wo wir beide gegangen sind bzw. wie viele Kilometer wir zurückgelegt haben. Anhand einer Heatmap kann ich sogar erkennen, an welchen Stellen Javi sich besonders viel bzw. besonders gerne aufgehalten hat. Diese werden rot angezeigt.

Außerdem kann ich über die Tractive-GPS-App noch einen sogenannten virtuellen Zaun festlegen. Würde Javi diesen verlassen, würde mir das über die App sofort mittgeteilt werden. Genauso verhält es sich, wenn Javi den virtuellen Zaun wieder betreten würde.

Was kostet der Tracker?

Erhältlich ist der GPS Tracker auf Amazon und der Website von Tractive für 49,99 Euro. Hinzu kommen Abo-Gebühren. Denn ohne diese funktioniert der Tracker nicht. Logisch!

Die Basic Version gibt es ab 4,17 Euro im Monat und die Premium Variante ab 3,75 Euro im Monat. In der einfachen Version sind etwa die weltweite Netzabdeckung, der Premium Kundenservice oder ein unbegrenzter Positionsverlauf nicht inklusive.

Was ich gut und was ich schlecht finde

Für mich ist der GPS Tracker mit seiner Hauptfunktion, den Hund live verfolgen zu können, sollte er einmal abhauen, vollkommen ausreichend. Dies allein wäre Grund genug für mich, den Tracker zu kaufen. Denn er gibt mir wirklich ein Gefühl von Sicherheit bei unseren Trainings. Mehr braucht es meiner Meinung nach nicht.

Was noch ganz witzig zu beobachten ist, welche Strecke wir zusammen gegangen sind und wie viele Kilometer wir dabei zurückgelegt haben. Dafür brauche ich den Tracker aber nicht unbedingt, sondern kann auf andere Apps auf meinem Smartphone zurückgreifen.

Leider ist es auch ein paar Mal passiert, dass der Tracker unsere Runden nicht vollständig aufgezeichnet hat. Woran das gelegen hat, kann ich nicht sagen. Erstaunt hat mich beim ersten Benutzen auch, dass Javi an diesem Tag etliche Kilometer zurückgelegt hat. Der Tracker zeichnet nämlich auch die Autofahrten auf, die Javi im Kofferraum zurücklegt. Wenn man das nicht möchte, muss man den Tracker während der Autofahrt ausschalten.

Das Aktivitätstracking und den virtuellen Zaun finde ich persönlich unwichtig. Ich muss sogar sagen, dass es mich stresst, wenn ich an manchen Tagen nicht die für Javis Gewicht, Größe und Rasse empfohlene Aktivität schaffe. Dafür bin ich an manchen Tagen aber auch weit über dieser Empfehlung. Ich denke jeder sollte das individuelle Aktivitätslevel seines Hundes kennen und für entsprechende Bewegung und Ruhe sorgen.

Der virtuelle Zaun ist in unserem Fall unnötig, da Javi nur Zugang zu einem hoch eingezäunten, ausbruchssicheren Garten hat. Vielleicht ist das Gimmick beim Camping nicht verkehrt. Aber auch da habe ich Javi i.d.R. gesichert und im Blick. Bei Freigänger-Katzen finde ich diesen virtuellen Zaun hingegen durchaus sinnvoll. Oder für Hunde, die keinen eingezäunten Garten haben.

Ich würde mir den GPS Tracker in schwarz wünschen und mit einem größeren Gummi-Clip für breitere Halsbänder.

Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, hat Javi den GPS Tracker in der Farbe Weiß für den Test bekommen. Die finde ich erstens nicht schön, weil der Tracker so präsent am Halsband zu sehen ist und zweitens bei dem aktuellen Schmuddelwetter ständig dreckig ist. Letzteres mag zu verschmerzen sein. Ich würde einen schwarzen Tracker jedoch bevorzugen, der weitaus unauffälliger am Hund ist. Laut Tractive-Support war weiß aber von vielen gewünscht. Da bilde ich wohl eine Ausnahme. Den Tracker gibt es übrigens noch in Baby-blau und Baby-rosa.

Ich hatte zudem Probleme, den Tracker an Javis Halsband zu befestigen. Der flexible Gummiclip war in unserem Fall doch nicht so flexibel. Eigentlich soll der Clip mit den meisten gängigen Halsbändern funktionieren. Bei einem großen Hund wie Javi, der nur breite Halsbänder trägt, war es ziemlich schwierig, den Tracker mit dem Gummiclip zu befestigen. Der hinterlässt jetzt Druckstellen am Halsband, was ich nicht gut finde. Da soll aber nachbessert werden, wie mir schriftlich mitgeteilt wurde.

20% Rabattcode, damit ihr euch selbst eure Meinung bilden könnt

Wer jetzt neugierig geworden ist und den GPS Tracker von Tractive einmal selbst ausprobieren möchte oder schon immer mit dem Gerät geliebäugelt hat, der kann ihn über den folgenden Link bestellen: https://bit.ly/3n9SUYS Mit dem Coupon Code: Kalteschnauze erhaltet ihr den GPS Tracker 20 Prozent rabattiert (Gültig bis 15.12.2020).

 

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Liebe Silvana,
    Ich habe den Tractive GPS Tracker auch für Raban. Ich hatte ihn in der Vergangenheit im Test mit Dayo, aber da brauchte ich ihn ja nicht. Jetzt bei Raban bin ich sehr froh, dass ich ihn habe. Er gibt mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit, denn Raban ist im Moment in der Pubertät und unternimmt gerne beim Spaziergang einmal einen kleinen Abstecher, ohne mir vorher Bescheid zu geben. Nun ja. Mein Tractive ist grau. Das gefällt mir ganz gut. Du hast recht: die Befestigung hinterlässt Spuren am Halsband. Aber da er ja im Moment den Tracker immer trägt, stört mich das nicht so sehr.
    Viele Grüße
    Martina

  • Liebe Silvana,

    danke für diesen ausführlichen Bericht. Ich ziehe es ernsthaft in Erwägung, mir für Lilly einen Tracker anzuschaffen. In Schweden verschwindet sie nämlich gerne durch den Zaun, wo auch immer, und zieht ihre Runden durch fremde Gärten. Das ist natürlich nicht besonders angenehm. Es wäre somit sehr von Vorteil zu wissen, wo sich Madame nach dem „Ausbruch“ befindet.
    Liebe Grüße
    Irene

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