Kalte Schnauze – Hundeblog

Kleine Luxemburger Schweiz: Ostereiersuche zwischen den Felsen des Mullerthals

Berdorf. Dieser kleine Ort, nordwestlich von Echternach sorgte Ostern 2014 für Missmut. Es war regnerisch, kalt und matschig. Kein Wetter, um dort ein Wanderwochenende zu verbringen. Geschweige denn, um dort mit Hund zu zelten. Ich sagte ab – und ein Großteil der Entourage tat es mir gleich. Der andere Teil war fassungslos und machte sich dennoch auf den Weg nach Luxemburg. Der Rest ist Geschichte.

Fünf Jahre später: Zweiter Anlauf. Wieder Ostern.

Wettervorhersage: Sonne, Sonne, Sonne. 20 Grad. Neu formierte Entourage. Ich mit Wohnwagen und neuem Hund. Berdorf, wir kommen!

Glücklicherweise hatten wir weit im Voraus unsere Stellplätze auf dem Campingplatz „Camping Martbusch“ gebucht. Spontanreisende wurden an der Rezeption mit einem Zettel und dem Hinweis „Ausgebucht“ neben dem Eingang begrüßt – und wieder nach Hause geschickt.

Kein Wunder! Denn der Campingplatz ist direkt am Wald gelegen. An ihm führen diverse Wanderwege vorbei. Unter anderem Route 2 von insgesamt 3 Routen des Mullerthal Trails. Auch Kletterer kommen dort auf ihre Kosten. Nur wenige Gehminuten vom Camping Martbusch entfernt ragen bereits die spektakulären Felsformationen hervor, die zum Kraxeln und Staunen einladen.

Von Datenschutz hält der Campingplatz Martbusch nicht viel. Wie gut, dass ich mit dem Namen undercover unterwegs war. ;-)

Auch wir steuerten sofort den Aussichtspunkt hinter dem Campingplatz an, der zu jeder Uhrzeit gut besucht war, weil er einen so schönen Rundum-Blick ins Tal der Schwarzen Ernz bietet. Aber Achtung! Dort geht es steil hinab.

Und auch so konnten wir einen ersten Vorgeschmack auf die Wanderwege durch, entlang und oberhalb der Felsen gewinnen. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk ist dort Grundvoraussetzung. Ein bisschen Sorge hatte ich um Javi und seine Hüfte. So fehlt ihm aufgrund seiner Größe und der langen Beine eh noch Balance und Koordination. Hinzu kommt, dass er bedingt durch die HD noch nicht viel Kraft in der Hinterhand hat und wir am Muskelaufbau arbeiten. Dass das Riesenbaby das ganz anders sah, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Javi ist noch keine Gazelle

Meine Sorgen waren unbegründet. Javi ist zwar noch keine Gazelle im steinigen Terrain, aber er ist große Strecken ohne Leine gelaufen. Nur wo es mir rechts oder links zu steil hinab ging, habe ich ihn mit der Leine gesichert. Etwa zehn Kilometer waren unsere Strecken in der Regel, die bei den schon recht hohen Temperaturen im April für die Hunde und auch für uns genau richtig waren.

Wer sich so brav nach mir umdreht, darf auch öfter ohne Leine laufen. Gefühlt ist Javi die doppelte Strecke gegangen.

Javis zweites Campingabenteuer war nicht so entspannt wie sein erstes. So gab es auf dem Campingplatz verdammt viel zu gucken. Von alleine kam der Jungspund nicht auf die Idee, Ruhe zu geben. Wenn es ihm zu viel wurde, habe ich ihn einfach in den Wohnwagen gebracht. Dort konnte er abschalten und sich ausruhen. Ich lege viel Wert darauf, dass Javi ausreichend schlafen kann, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten.

Für das Hundekind gab es immer was zu gucken.

Mit der Entourage hat alles super geklappt. Es ist einfach schön, wenn’s in der Gruppe unkompliziert zugeht. Vor allem schätze ich es, dass Javi so toll aufgenommen und dem Wirbelwind viel Geduld entgegen gebracht wird.

Für Pommes tue ich fast alles

Die Ecke wird uns auf jeden Fall wiedersehen. Zum Abschluss unserer kleinen Reise ging’s noch nach Belgien an einen See bei Bütgenbach zum Spazieren und Schwimmen für die Hunde. In Eupen genehmigten wir uns noch belgische Pommes, bevor wir wieder deutschen Boden unter den Rädern hatten. Übrigens ist Eupen mit Wohnwagen ein kleines Abenteuer. Aber für Pommes tue ich fast alles.

Mullerthal 2.0 erfolgreich beendet.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Hi!
    Ich bin gerade erst auf deinen Blog gestoßen, weil wir selbst planen das erste Mal mit Kindern und Hund zelten zu fahren. Bluna ist ein Junghund aus Rumänien und hat sich bereits toll entwickelt. Werde reichlich bei dir für Tipps stöbern. Mich würde noch interessieren, wie bzw. was du im Vorfeld mit Javi trainiert hast, damit er auf die Ausflüge gut vorbereitet ist.

    • Hey Yara,
      ich habe Javi im Vorfeld nicht auf die Ausflüge vorbereitet oder etwas speziell mit ihm trainiert. Aber ich habe ihn währenddessen immer genau beobachtet, bin alles dosiert angegangen, um ihn nicht zu überfordern. Ich passe die Ausflüge auch seiner Fitness an und lege sehr viel Wert darauf, dass er viel Zeit für Ruhe bekommt, um die ganzen neuen Eindrücke verarbeiten zu können. Geholfen hat uns, dass wir mit unseren Freunden unterwegs waren, die erfahrene Hunde an ihrer Seite haben. An denen konnte sich Javi schön orientieren.

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