Kalte Schnauze – Hundeblog

Shit happens!

[enthält Werbung] Ich wollte schon immer mal Kacke schreiben. Ne. Ich wollte schon immer mal über Kacke schreiben. Auch nicht. Egal wie ich es drehe und wende, das Thema ist delikat.
Also: Get shit done!

Shit happens, anyway!

Es geht um die Hinterlassenschaft unseres vierbeinigen Freundes. Der rücksichtsvolle Hundehalter sammelt auf, was Hund unterwegs als Ballast abwirft. So mache ich das zumindest. Vor allem, wenn ich mit Cabo durchs Dorf spaziere. Meistens wählt er das Feld als geeigneten Standort, um sich zu lösen. Damit ich es mir nicht mit den Bauern verscherze, die irgendwie auch alle meine Nachbarn sind, mache ich das Häufchen weg.

Doch wohin mit dem vollen Tütchen?

Auf meiner Gassistrecke gibt es nur einen einzigen Mülleimer. Wenn ich jedoch die Strecken variiere, was ich häufig mache, dann nehme ich das gefüllte Tütchen oft mit nach Hause und entsorge es dort in der Restmülltonne. Soweit so gut.

Oft habe ich überlegt, wo ich das Kottütchen während des Gassis am besten deponiere. Liegenlassen und später mitnehmen, kommt für mich nicht infrage. Manchmal stecke ich es in meine Leckerli-Tasche, die ich immer dabei habe. Ideal ist das nicht. Vor allem, wenn der Inhalt stinkt. Soll ja vorkommen. Also trage ich den Kotbeutel in der Hand.

Bei Wanderungen ist das ähnlich. In den Rucksack oder den Bauchgurt mag ich das volle Tütchen nicht packen. Das könnte in die Hose gehen. Also tragen. Eine Freundin hat im Allgäu schon mal bei einer gemeinsamen Wanderung mit den Hunden eine gefüllte Kottüte vier (!) Stunden den Berg runter getragen. Ich glaube, damit hält sie den Rekord. Dieses Engagement, ist ihr hoch anzurechnen.

Es muss doch eine Lösung für dieses Kack-Problem geben. „Nimm eine Dose mit und packe den Beutel da rein.“ „Ich nehme immer eine Ziptüte mit und verschließe darin die Kackbeutel-Aromen.“ Ja, alles tolle Tipps. Aber so wirklich überzeugend finde ich keinen davon. Dann trage ich lieber den Poopbeutel in der Hand.

Der Häufchenhelfer aus der Hauptstadt

Auf dem Hundeblog „Buddy & me“ von der lieben Melody aus Essen bin ich auf den Häufchenhelfer aufmerksam geworden, den sie dort und auf Instagram vorgestellt hat – und war von dem Produkt sofort begeistert.

Den Häufchenhelfer gibt es in vier Farben: Pink, Rose, Grün und Schwarz. Maße: 16 x 7 x 5 cm. Gewicht 62 g.

Der Häufchenhelfer erinnert an ein eingelaufenes Brillen-Etui. Ich glaube sogar, dass das Material dem eines Brillen-Etuis sehr ähnlich ist. Das Design ist schlicht und trotzdem macht es optisch etwas her. Und es lässt nicht auf Anhieb vermuten, dass es zum Aufheben und Aufbewahren von Hundekacke gedacht ist. Außerdem kommt der Häufchenhelfer mit einer praktischen Schlaufe und zwei breiten Gummibändern vorne und hinten daher. Also ausreichende Möglichkeiten, das Teil an Gürtel, Rucksack oder Tasche zu befestigen. Genial.

Schnell googelte ich, wer hinter dem Häufchenhelfer steckt. Meine Recherche brachte mich auf die Webseite des Labels Hund 17 und zu Hundebesitzerin Birgit Staats aus Berlin. Hund Benji, ein Zwergpudel, hat die Hundemama noch vor seinem Einzug auf die Idee gebracht, einen praktischen Poop-Helfer für unterwegs zu entwickeln. In einer kleinen Manufaktur in Berlin-Wilmersdorf werden die Häufchenhelfer gefertigt.

Birgit war es wichtig, die Hundehäufchen von Benji nicht mit einer über die Hand gestülpten Tüte anfassen und aufheben zu müssen. Das wollte sie einfach nicht. Da half es auch nicht, dass andere Hundebesitzer betonten, dass sie sich daran noch gewöhnen würde.

Birgits Suche nach einem Häufchengreifer auf dem Markt blieb erfolglos. Zumindest stellten vorhandene Produkte sie nicht zufrieden. Und so entwickelte sie den Häufchenhelfer: Ein praktisches Gimmick in vier verschieden Farben, mit dem die Hinterlassenschaften des Hundes sauber und einfach aufgehoben und bis zum nächsten Mülleimer transportiert werden können.

Als ich Birgit anschrieb und nach einer Kooperation fragte, war für mich persönlich die Funktion des Häufchengreifers zweitrangig. Mir ging es eher darum, den gefüllten Kotbeutel, sauber, müffelfrei und diskret während meiner Gassis und Wanderungen bei mir tragen zu können.

Laut Produktbeschreibung soll der Häufchenhalter für Untergründe wie Asphalt, Sand, Schotter, Gras und Schnee geeignet sein. Ich war skeptisch. Vor allem bei Gras – Cabos Lieblingsuntergrund für sein Geschäft. Dass er auf die Straße macht, kenne ich nicht von ihm. Schon immer hat er einen Grasbüschel am Popo benötigt, um sich zu lösen. Da braucht es schon alle meine fünf Finger, um den Poop vollumfänglich aus dem Grün zu klauben. Doch siehe da: Der Häufchenhelfer leistet im Gras ganze Arbeit. Das hätte ich nicht gedacht. Und es geht sogar viel einfacher, als auf die übliche Art. Echt klasse!

Das Starter-Paket besteht aus einem Häufchenhelfer und einer Box plastikfreier Kotbeutel von Organic Dog Life.

Voll und ganz überzeugt mich der Häufchenhelfer auch als praktischer, stinkfreier und schicker Transporthelfer für Cabos Hunde-Poop. Kein lästiges in den Händen Halten des Kotbeutels mehr. Dafür kann ich den Häufchenhelfer an meinem Gürtel oder Rucksack befestigen. Birgits Erfindung ist für mich sehr sinnvoll. So begleitet mich ihr Häufchenhelfer nun regelmäßig bei Gassis und Wanderungen.

Übrigens: Birgit arbeitet mit Organic Dog Life zusammen. Das Unternehmen kommt ebenfalls aus Berlin und produziert plastikfreie, kompostierbare Hundekotbeutel.

Was ich zu bedenken gebe

Der Häufchenhelfer ist aktuell nur für Hunde bis 25 Kilogramm gedacht. Natürlich kommt es dabei immer auf die Ernährung und den Stoffwechsel des Hundes an. Vielleicht sind zwei Größen – für kleine und große Hunde – mittelfristig doch sinnvoll und eine Überlegung wert, um keinen Hundehalter auszuschließen.

Der Häufchenhelfer ist bei 30 Grad waschbar.

Wer Mehrhundehalter ist, kommt mit einem Häufchenhelfer je nach Größe der Hunde nicht aus. Da ist die Frage, ob man gleich mit zwei Häufchenhelfern bewaffnet losmarschiert oder nicht. Ich bekomme einen gefüllten Hundekotbeutel in dem Etui unter. Mir reicht das, weil Cabo pro Gassigang nur ein Kacki macht.

Ob Häufchenhelfer, biologisch abbaubare Kotbeutel, das klassisches Tütchen, Plastikdose oder Zipbeutel: Hauptsache ihr räumt die Hinterlassenschaft eures Hundes weg und nehmt sie mit zum nächsten Mülleimer. Alles andere ist definitiv KACKE!

Der Häufchenhelfer wurde mir kosten- und bedingungslos von Hund 17 zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür, Birgit! Meine Meinung bleibt meine eigene.

3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  • Liebe Silvana,
    der Hundehalter und der liebe Mist … 😉 … so schön geschrieben. Das ist ja eine interessante Sache. Mir geht es auch oft so, dass ich nicht genau weiß, wie ich das Kackerl-Sackerl transportieren soll. Auf Wanderungen packe ich es meist in den Flaschenhalter meines Rucksacks. Allerdings ist es mir auch schon passiert, dass ich das dann auch vergessen habe. Und im Auto … nein, das erzähle ich jetzt nicht … mir wäre das Etui leider – wie bei Dir beschrieben – zu klein. Einfach, weil ich zwei Beutelchen zu tragen habe.
    Viele Grüße
    Martina

  • Schöne Idee! Und eine gute Lösung für ein Alltagsproblem vieler Leute. Sehr gut gefällt mir auch, dass die Beutel organisch sind. Wenn man bedenkt, wieviel Einweg-Plastik hier sonst auch verschwendet wird.

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